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Haut Koenigsbourg


Die Haut-Koenigsbourg wurde im 12. Jahrhundert erbaut und war Zeitzeuge mehrerer Jahrhunderte innereuropäischer Auseinandersetzungen und Rivalitäten zwischen Lehnsherren, Königen und Kaisern.
Die Burg zählte im Laufe der Zeit eine Reihe berühmter Besitzer, die ihre Zeit, aber auch die Burg selbst stark geprägt haben.

Die Existenz einer von den Hohenstaufen erbauten Burg ist, seit dem Jahre 1147, urkundlich bekannt. Die, damals Staufenberg genannte Burg, bietet aus fast 800 Metern Höhe einen perfekten Blick über die Rheinebene, mit den Hauptverkehrswegen der Region. Gebaut auf einen Felsvorsprung, ist die Burg ein idealer Beobachtungspunkt und gleichzeitig ein strategischer Rückzugsposten. Erst im Jahre 1192 findet man den Namen Koenigsbourg (königliche Burg).
Die Tiersteiner
1462 wird die Burg zerstört. Die Habsburger geben daraufhin die Burganlage an die Familie von Tierstein. Um 1500 bauen die Tiersteiner die Burg wieder auf und passen sie den Fortschritten der Artillerie an. So soll die Koenigsburg sogar schwerem Artilleriefeuer standhalten. Von da an kennt die Hohkönigsburg ihre Blütezeit (" Hoh " gleichbedeutend mit ?Hoch?) bis im Jahre 1633?

Brand und Niedergang

Trotz der umfassenden Befestigungsarbeiten um 1500, überwindet die schwedische Artillerie die Feste Hohkönigsburg während des Dreißigjährigen Kriegs. 1633 wird die Burg belagert, geplündert und schließlich abgebrannt. Danach steht sie nahezu zwei Jahrhunderte lang leer.
Im Jahre 1862 wird die Burgruine unter Denkmalschutz gestellt und, drei Jahre darauf, von der nahe gelegenen Stadt Sélestat erworben.
Die ersten Entwürfe einer Restauration
Die Stadtverwaltung sorgt für die bauliche Sicherung eines Teils der Ruinen und erwähnt schon damals eine Restaurierung der Burg. 1882 erstellt der Architekt Winkler Entwürfe für dieses ehrgeizige Vorhaben. Leider ist die Stadt jedoch nicht in der Lage, die geplante Restauration der Burg zu finanzieren.
Nach der Annexion des Elsass durch Deutschland, im Jahre 1871, schenkt die Stadt Sélestat im Jahre 1899 die noch immer majestätische Ruine dem Kaiser Wilhelm II.

Die Restauration

Die bald 900 Jahre alte Festung lag wie viele andere am Oberrhein in Ruinen, seit sie im 30jährigen Krieg zerstört worden war. Mit ihrem Wiederaufbau wollte der Deutsche Kaiser ein Museum errichten, in dem das Zeitalter des Rittertums und die Hohenzollern als legitime Herrscherdynastie des Kaiserreiches verherrlicht werden sollten.

Ein bemerkenswerter Zeitzeuge
Im Jahre 1919, anlässlich des Versailler Vertrags, wird die Haut-Koenigsbourg Eigentum der Republik Frankreich und erhält den Status eines staatlichen Schlosses.
Im Laufe des 20. Jahrhunderts steht, in den Wirren der deutsch-französischen Beziehungen, die Restauration des Kulturdenkmals im Mittelpunkt der Kontroversen. Man versucht die Arbeit des deutschen Architekten bloßzustellen um die Annexion des Elsass durch das Deutsche Kaiserreich zu diskreditieren. Nach den zwei Weltkriegen wird die restaurierte Hohkönigsburg langsam akzeptiert und 1993 wird sie durch Frankreich unter Denkmalschutz gestellt.
Die Gestaltung der Burg von Au?en gibt dem Besucher die Möglichkeit sich ein genaues Bild von einer mittelalterlichen Bergfestung zu machen. Innerhalb der Mauern vermitteln die aufwendig ausgestatteten Räumlichkeiten einen guten Eindruck der damaligen Zeit. Zusätzlich gibt es eine bemerkenswerte Sammlung an Waffen und Mobiliar, die vornehmlich aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammen.
Die Haut-Koenigsbourg ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Chronologische Eckpunkte

Seit dem Bau der ersten Burg im Jahre 1147 bis hin zu ihrem heutigen Erscheinungsbild sind neunhundert Jahre Geschichte ins Land gezogen:

1147 ? Erste urkundliche Erwähnung der, von den Hohenstaufen erbauten Burg Castrum Estuphin.
1192 ? Die Burg heißt von jetzt an K?nigsbourg (königliche Burg).

1462 ? Zerstörung der Burg im Besitz der Habsburger.

1479 ? Die Burg wird der Familie von Tierstein als Lehen übergeben. Die Tiersteiner (und später die Sickinger) bauen die Burg wieder auf, erweitern sie und versehen sie mit einem modernen Befestigungssystem. Die Hohkönigsburg erlebt von da an ihre 150 Jahre lange Blütezeit.

1633 - Belagerung, Plünderung und Brandschatzung der Burg während dem Dreißigjährigen Krieg. Die Burg bleibt die nächsten zwei Jahrhunderte verlassen, bevor ihre Ruinen im Jahre 1862 unter Denkmalschutz gestellt werden.

1865 ? Erwerb der Burg durch die Stadt Sélestat.

1899 - Nach der Annexion des Elsass durch Deutschland im Jahre 1871 schenkt die Stadt Sélestat die Burgruine dem Kaiser Wilhelm II.

1900-1908 - Wilhelm II gibt dem Architekten Bodo Ebhardt den Auftrag, die Burg vollständig zu renovieren. Die Arbeiten dauern 8 Jahre.

1919 - Die Haut-K?nigsbourg wird Eigentum der Republik Frankreich und erhält den Status eines staatlichen Schlosses.

1993 ? Die gesamte Burganlage wird unter Denkmalschutz gestellt und vollständig saniert.

2007 ? Im Rahmen des französischen Gesetzes vom 13. August 2004, über die Freiheiten und Verantwortung der lokalen Gebietskörperschaften, geht die Burg Haut-K?nigsbourg an den Generalrat des Departements Bas-Rhin über. Er fungiert seitdem als neuer Eigentümer.
Location Scout
http://www.haut-koenigsbourg.fr
Link zur Landkarte
Burg
Ansprechpartner für Besucher:
Château du Haut-Kœnigsbourg
haut-koenigsbourg@cg67.fr
+33 (3) -69 33 25 00
Januar, Februar, November und Dezember9.30 - 12.00 und 13.00 - 16.30 Uhr
März und Oktober9.30 - 17.00 Uhr
April, Mai und September
9.15 - 17.15 Uhr
Juni, Juli und August9.15 - 18.00 Uhr
siehe Preisliste
Adult8,-
<18 Jahrefree
>persons6,-
Frankreich
Alsace
Orschwiller
67600
31.12.2012
31.12.2012
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